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Erich Kästner

Die Geschichte der Namensgebung:

Ursprünglich hieß unsere Schule „Integrierte Gesamtschule Barsbüttel“ und später dann „Gemeinschaftsschule Barsbüttel mit gymnasialer Oberstufe“. Erst durch ein Projekt über Erich Kästner in der Oberstufe entstand die Idee, unserer Schule diesen Namen zu geben, da der Schriftsteller und Zeitzeuge Erich Kästner für vieles steht, das auch uns wichtig ist.

So haben uns seine Überzeugungen als Mensch und Schriftsteller, sein Einsatz für Demokratie, Freiheit der Meinung und des gesprochenen und geschriebenen Wortes, die freie Entfaltung der Persönlichkeit und die Verantwortung eines Jeden für das Wohl aller sehr beeindruckt. Nicht zuletzt fanden wir, dass auch sein Humor und sein menschlicher Witz ihn zu einem hervorragenden Namensgeber unserer Schule machte

Der Namensvorschlag stieß auf viel Zustimmung, wurde von der  Schulkonferenz vorgeschlagen und die Gemeindevertretung beschloss die Schule „Erich Kästner Gemeinschaftsschule Barsbüttel mit “ zu nennen.

 

Was verkörpert die EKG?

Wir sehen in Erich Kästner jemand, der eng mit dem Leitbild unserer Schule verknüpft ist. Kästner sich oft über Schule und Erziehung geäußert. Schule war für ihn mehr als eine staatliche Veranstaltung mit strengen Regeln und Disziplin, nämlich ein lebendiges und lebenszugewandtes Miteinander.

Bei uns lernen die Schüler gemeinsam und stehen im Mittelpunkt unserer Schulphilosophie.

Man spürt den Erich Kästner-Geist, denn die Lehrkräfte sind für die Schülerinnen und Schüler da. Die Schülerinnen und Schüler stehen im Mittelpunkt.

Von Anna Lüttjohann, 12a


Biografie von Erich Kästner:

23.02.1899 Geboren als Sohn von Ida (1871-1951) und Emil Richard Kästner (1867-1957)
1905-1913  Besucht er die Volksschule IV. Bürgerschule Dresden
1917-1919  Militärdienst bei der schweren Artillerie in Dresden
1919 Entlassung aus dem Militärdienst / Abitur am König-Georg-Gymnasium in Dresden mit Auszeichnung. Er erhält das Goldene Stipendium der Stadt Dresden.
1919 Beginnt Studium an der Universität Leipzig in den Fächern Germanistik, Geschichte, Philosophie, Zeitungskunde und Theaterwissenschaften
1924  Wird er Redakteur im Feuilleton der „Neuen Leipziger Zeitung“
1925   Abschluss des Studiums sowie die Promotion zum Dr. phil.
1927  Entlassung bei der „Neuen Leipziger Zeitung“. Zudem lernt er Luiselotte Enderle kennen. Er zieht um nach Berlin.
1933   Seine Bücher erscheinen nur im Ausland, durch ein Veröffentlichungsverbot in Deutschland. Er wird zum ersten Mal durch die Gestapo verhaftet. Seine Bücher sind unter denen, die am 10. Mai 1933 von nationalsozialistisch gesinnten Studenten, Professoren und anderen Parteimitgliedern verbrannt werden.
1937 Zweite Verhaftung mit Verhör durch die Gestapo
1942 Durch Sondergenehmigung schreibt er das Drehbuch zum UFA-Film „Münchhausen“ in Berlin, Erstaufführung ein Jahr später.
1943 Endgültiges Verbot schriftstellerischer Tätigkeiten im In- und Ausland
1944 Wird seine Wohnung bei einem Bombenangriff zerstört, wonach er zu Luiselotte Enderle zieht, mit der er von da an zusammenlebt
1945  Umzug nach München
1948  Ab jetzt arbeitet er als freier Schriftsteller
1949  Lernt er die Schauspielerin Friedhilde Siebert kennen
1950 Erhält er den Bundesfilmpreis für das Drehbuch zum Film „Das doppelte Lottchen“
1957 Wird sein Sohn geboren, die Mutter ist Friedhilde  Siebert
1959 Erhält er das Große Bundesverdienstkreuz
1961 Erkrankt er an Tuberkulose, weswegen er von 1962-1964 viel Zeit im Lungensanatorium in der Schweiz verbringt
1969 Trennung von Friedhilde Siebert
1970 Kultureller Ehrenpreis der Landeshauptstadt  München
29.07.1974 Stirbt Erich Kästner an Krebs in München

 

          

Von Laurenz Schikora, 12a

Die Werke von Erich Kästner:

Wir stellen die bekanntesten Kinderromane Erich Kästners vor.

 

Emil und die Detektive:

Das Buch ist im Jahre 1929 erschienen und handelt von Emil, der mit dem Zug nach Berlin fährt. Das Geld, das Emil von seiner Mutter bekam, bindet er mit einer Stecknadel an seine Jacke. Als Emil im Zug einschläft, wird ihm sein Geld gestohlen. Er denkt, dass es Herr Grundeis war und spielt mit anderen Kindern „Detektiv“. Er stellt Herrn Grundeis zur Rede und bringt ihn zur Polizei. Dort stellt sich heraus, dass dieser ein gesuchter Bankräuber ist.

 

Pünktchen und Aton:

Der Roman „Pünktchen und Aton“ erschien 1931 und handelt von einem Mädchen, das Pünktchen genannt wird und aus Berlin stammt. Sie kommt, im Gegensatz zu ihrem Freund Anton, aus wohlhabenden Verhältnissen. Die beiden lernen sich beim Betteln kennen und werden trotz ihrer unterschiedlichen Lebensverhältnisse gute Freunde, die viel Zeit miteinander verbringen.

Kästner hat in die Geschichte „Denkanstöße“ eingebaut, mit denen er ethische Fragen anspricht.

 

Das fliegende Klassenzimmer:

Das fliegende Klassenzimmer erschien 1933. Das Buch ist eine klassische Internatsgeschichte. Diese beschreibt das Leben von Jungen, die viele Abenteuer erleben:  an Fassaden klettern, Tanzstunden nehmen und das erste heimliche Rauchen.

In dieser Geschichte wird der sehr große Zusammenhalt der Jungen gezeigt, die für alles kämpfen, was ihnen wichtig ist.

 

Das doppelte Lottchen:

Die beiden 10-jährigen Mädchen Luise und Lotte sehen sich zum Verwechseln ähnlich und lernen sich in einem Ferienhaus in den Alpen kennen. Sie finden heraus, dass sie bei der Trennung ihrer Eltern getrennt wurden. Nach den Ferien vertauschen sie ihre Rollen und sorgen so für einige Verwirrungen. Das Buch erschien 1949 und wurde, wie die meisten Bücher, mehrmals verfilmt.

 

Die Konferenz der Tiere:

Die Tiere Alois (Löwe), Oskar (Elefant) und Leopold (Giraffe) beschließen aufgrund des politischen Scheiterns der Menschen, eine Tierkonferenz abzuhalten, um den Weltfrieden zu erreichen. Das erste Treffen findet in einem Hochhaus, in dem alle Tierarten und je ein Kind von jedem Kontinent vertreten sind, statt. Die Tiere wollen eine Einigung aller Länder durch ungewöhnliche Maßnahmen, wie z.B. den Sturm der Nagetiere und Motten auf ein Konferenzgebäude der Menschen, den Weltfrieden erreichen. Die Geschichte erschien im Jahre 1949.

                

Diese Informationen zu Erich Kästner wurden von der Klasse 12a im Rahmen einer Vorhabenwoche zusammengetragen und von Herrn Dr. Winkemann überarbeitet. 

 

An vielen Stellen begegnet uns Erich Kästner in unserer Schule.

Die Fotos wurden erstellt von Marc Raubenheimer und Lorenz Langbehn, Klasse 12a.







   
      

                 

         

      

Unter folgenden Links könnt ihr euch über den Namensgeber unserer Schule, Erich Kästner, weiter informieren. Viel Spaß!

www.kaestner-im-netz.de
www.kaestnerfuerkinder.net
www.erich-kaestner-museum.de