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Die Lehrerausbildung

1.  Ausbildungsschule Erich Kästner Gemeinschaftsschule Barsbüttel – Leitlinien und Grundsätze

Die Erich Kästner Gemeinschaftsschule Barsbüttel besteht seit 1995. Sie ist das Resultat starken Engagements Barsbütteler Bürger, insbesondere Eltern, die sich für die Kinder der Gemeinde eine Schule, die alle Schulabschlüsse anbietet, vor Ort wünschten.

Die ersten 10 Jahre des Schullebens waren bestimmt von Aufbauarbeit, der Implementierung des Schulprogramms und den ersten Erfahrungen mit den Schulabschlüssen – Hauptschulabschluss, Mittlerer Abschluss, Abitur. Die Schule und ihre Mitarbeiter hatten selbst viel zu lernen und gleichzeitig für einen ordentlichen und erfolgreichen Unterricht für die Schüler zu sorgen. Genügend Kapazität und Erfahrung für die Ausbildung des Lehrernachwuchses waren nicht vorhanden.

Das erste Abitur an der EKG Barsbüttel im Jahr 2004 und die hiermit verbundene Streichung des Zusatzes "i. E" (im Entstehen) aus dem Namen sind ein deutliches Zeichen dafür, dass die Schule nun "erwachsen" war und ihre Erfahrungen nicht nur an die Schüler weitergeben sollte.

Einerseits ist es uns ein Anliegen, unsere Erfahrung und unsere Kompetenz an neue Lehrergenerationen weiterzugeben. Andererseits sind wir der Auffassung, dass sich Institutionen und besonders auch Schulen durch die Ausbildung des beruflichen Nachwuchses selbst weiter entwickeln und davon profitieren. Durch die jungen Kolleginnen und Kollegen kommen neue Ideen, Engagement und Begeisterung an die Schule, Schule bleibt gleichsam "in Bewegung". Das ist gerade in der heutigen Zeit, die von rasanten Veränderungsprozessen geprägt ist, von großer Bedeutung.

Nicht zuletzt sehen wir es auch als unsere gesellschaftspolitische Aufgabe an, dem Recht auf berufliche Ausbildung einen konkreten Raum zu geben – in unserer Schule.

Wen bilden wir aus? Wer betreut und vertritt die Ausbildung?
Nachdem wir im Sommer 2007 unsere erste Lehrkraft in Ausbildung (im Folgenden als LiV bezeichnet) für das Lehramt an Gymnasien nach erfolgreich verlaufener Prüfung verabschiedet haben, bilden wir inzwischen LiV aller Laufbahnen in allen Fächern aus.

Wie bilden wir aus?
Wichtig ist uns, neben fachlichen Inhalten im Unterricht zu vermitteln, dass die Schülerinnen und Schüler  Verantwortung, Selbstständigkeit und Sach- und Sozialkompetenz als wesentliche Grundlagen eines erfüllten und erfolgreichen Lebensweges erkennen. Bei der Ausbildung der LiV legen wir folglich auf die Heranbildung dieser Aspekte großen Wert. Darüber hinaus erscheint es uns insbesondere wichtig, dass die LiV sich in das Kollegium integrieren, eine breite Palette von Hospitations- und Unterrichtsmöglichkeiten erhalten und aktiv am Schulleben teilnehmen.


2.  Durchführung und Organisation der Lehrerausbildung – "Daten und Fakten"

• Wir bilden auf Grundlage der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung vom 1.2.2016 (APVO) aus und orientieren uns an den Ausbildungsstandards.

• Wir erwarten von unseren LiV, dass sie auch in Eigeninitiative Möglichkeiten des gegenseitigen Austausches (Kontakte aller Art und Hospitationen) suchen und organisieren.

• Zwischen Schulleitung und Ausbildungslehrkräften besteht ein regelmäßiger Austausch über die Lehrerausbildung an der Schule.

• Wir führen zu Beginn und später alle sechs Monate Orientierungsgespräche mit der LiV.

• Die LiV unterrichtet eigenverantwortlich im Durchschnitt 10 Unterrichtsstunden pro Woche. Sie unterrichtet ihre beiden Fächer in unterschiedlichen Stufen.

• Jede Ausbildungslehrkraft hospitiert in der Regel einmal wöchentlich im Fachunterricht der LiV. Im Anschluss an die Hospitation findet das Reflexionsgespräch statt. Grundlage von Hospitation und Gespräch ist ein kurzer Stundenentwurf der LiV.

• Die LiV soll die Ausbildungslehrkräfte über die Inhalte der besuchten Module unterrichten, um eine Verzahnung von Theorie und Praxis zu ermöglichen.

• Da die Hausarbeit die Umsetzung von Modulinhalten im eigenen Unterricht darstellt, muss die LiV entsprechende Einsatzmöglichkeiten bekommen.

• Der stellvertretende Schulleiter fügt die Stunden für Unterrichtsbesuche und Reflexionsgespräche in die Stundenpläne der Ausbildungslehrkräfte ein.

• Die LiV hat jederzeit die Möglichkeit, im Unterricht der Ausbildungslehrkräfte zu hospitieren. Im Unterricht anderer Lehrkräfte soll sie nach Absprache die Möglichkeit dazu erhalten.

• Im Verlauf der Ausbildung soll die LiV zusätzlich zur eigenen Unterrichtsverpflichtung zeitlich begrenzte Unterrichtseinheiten in Lerngruppen der Ausbildungslehrkräfte übernehmen (Unterricht unter Anleitung).

• Die LiV arbeitet sich sukzessive und mit Unterstützung der Ausbildungslehrkräfte und des Kollegiums in die Teamstrukturen der Schule ein. Insbesondere stimmt sie sich mit den Fachkollegen des Jahrgangs ab (Fachabsprachen, Klassenarbeiten). Weiterhin kann sie Ausflüge und Klassenfahrten mit organisieren und begleiten, Projekte im Rahmen der Vorhabenwochen anbieten, sich an Arbeitsgruppen beteiligen und in der Elternarbeit engagieren (Gespräche, Sprechtage, etc.).

• Die LiV macht sich laufend schriftliche Aufzeichnungen über ihre Erfahrungen und sammelt diese in einem Lerntagebuch. Hieraus entsteht im Verlauf der Ausbildung das Portfolio, das gemäß APVO für die Zweite Staatsprüfung benötigt wird.


3.  Verantwortlichkeiten bei der Lehrerausbildung in der Schule

Vorgesetzter: Schulleiter
Beurteilung: Schulleiter
Stundenverteilung/Plan: Schulleiter, stellv. Schulleiter
Orientierungsgespräche: Ausbildungslehrkraft
Beratungsgespräche: Ausbildungslehrkraft
Fachdidaktik/Methodik: Ausbildungslehrkraft
Allg. Schulverwaltung/Dienstrecht/Schulrecht: Schulleiter
Abstimmung der Ausbildung: Ausbildungslehrkraft mit Schulleiter
Besonderheiten der Schule: Ausbildungslehrkraft mit Schulleiter
Stufen: Koordinatorinnen und Koordinatoren


4.  Schwerpunkte der Ausbildung

Die Qualitätsbereiche, in denen sich die Ausbildungsstandards wiederfinden, sind von gleichermaßen hoher Relevanz für die Ausbildung. Jedoch glauben wir, dass zunächst der Bereich "Planung, Durchführung und Evaluation von Unterricht" Priorität genießen muss, damit die Ausbildung konkret beginnen kann. Hier setzen wir zu Beginn den Schwerpunkt. Die Bereiche "Mitgestaltung und Entwicklung von Schule", "Erziehung und Beratung", "Selbstmanagement" sowie "Bildungs- und Erziehungseffekte" werden entweder organisch mit einbezogen oder folgen aufbauend auf den ersten Unterrichtserfahrungen.



5. Ausbildungslehrkräfte an der Erich Kästner Gemeinschaftsschule Barsbüttel
Chuchra, Julia
Färber, Jacqueline
Fuhrmann, Gero
Joneleit-Bartsch, Janine
Kaßburg, Kerstin
Kelting, Lars
Koch, Friedrich
von Kirchbach, Christiane
Lorenzen-Schmidt, Alexandra
Lüdtke, Peter
Meyners, Mareike
Möller, Felix
Mohr, Ulf
Müller, Ralf-Thomas
Piorkowski, Jan
Robohm, Gesine
Schöß-Marquardt-Thorsten
Schomakers, Ute
Schotte, Christian
Zorn, Heike
Englisch, Weltkunde
Deutsch, Englisch
Biologie, Erdkunde
Mathematik, Englisch
Biologie, Chemie
Geschichte, Chemie
Deutsch, Kunst
Deutsch, Weltkunde, Nawi
Deutsch, Englisch
Englisch, Sport
Deutsch, Biologie
Englisch, Geschichte
Mathematik, Erdkunde
Erdkunde, Biologie
Weltkunde, Sport
Geschichte, Französisch
Weltkunde, Nawi, Sport
Wipo, Deutsch
Geschichte, Deutsch
Deutsch, Englisch
Lehramt Sekundarstufe I
Lehramt Gymnasium
Lehramt Gymnasium
Lehramt Sekundarstufe I
Lehramt Gymnasium
Lehramt Gymnasium
Lehramt Gymnasium
Lehramt Sekundarstufe I
Lehramt Gymnasium
Lehramt Gymnasium
Lehramt Sekundarstufe I
Lehramt Gymnasium
Lehramt Sekundarstufe I
Lehramt Gymnasium
Lehramt Sekundarstufe I
Lehramt Gymnasium
Lehramt Sekundarstufe I
Lehramt Gymnasium
Lehramt Gymnasium
Lehramt Gymnasium
6.  Abschluss

Dieses Ausbildungskonzept wird laufend weiterentwickelt. Viele Ergänzungen und Veränderungen ergeben sich aus der praktischen Arbeit mit den LiV, aus der Erfahrung der Ausbildungslehrkräfte sowie durch Anregungen aus dem Kollegium.

Barsbüttel, im November 2016                           
Thorsten Schöß-Marquardt, Schulleiter